Ausstellungen

10. März 2012 - 24. April 2012

Menschen in Tibet - Menschen in Franken

Alle Menschen haben den Wunsch, glücklich und zufrieden zu leben und nicht zu leiden. Die Foto-Ausstellung wurde geschaffen als ein Spiegel dieser Sehnsüchte... Ergänzend werden Bilder aus einem Gemäldezyklus des Künstler-Ehepaars Uta und Gerhard Ullmann gezeigt, die unter dem Eindruck einer Tibetreise entstanden. Tibetische Kultgegenstände runden die Präsentation ab.
Über das Leben der tibetischen Nomaden wird am 22. März, 19:30 Uhr im Pfarrzentrum Gößweinstein ein Film gezeigt (s.u.).
Zu "Klein Tibet - Ladakh" findet am 24. April, um 20 Uhr, im Pfarrzentrum eine Diapräsentation statt (s. u.).

 

1. Juli – 14. Oktober 2012

Kunst des Lebens, Kunst des Sterbens (ars vivendi, ars moriendi) 

 

Vom Tod her betrachtet, kann das Leben besonderen Wert und Fülle erhalten. Die ars moriendi (Kunst des Sterbens) setzt vor allem heute eine Kunst des Lebens (ars vivendi) voraus.
Unter den verschiedensten Reaktionen auf das Mysterium Tod führten einige zu den Szenekulturen der Rocker und Goths. Die kosmetische Chirurgie macht Schlagzeilen mit erschreckenden Einzelfällen; allgemein gebärdet sich die Gesellschaft fortwährend jugendlicher. Die Hospiz-Bewegung dagegen scheint sich als eine aktuelle, ernstzunehmende ars moriendi durchzusetzen.
Bilder von Aspekten gelebten Lebens (Lebensfreude, Selbstvergessenheit, Flow, Annahme von Lebensaufgaben usw.) laden zum Nachdenken oder Nachmachen ein. - Der alte Friedhof bei der Gößweinsteiner Pfarrkirche dokumentierte nicht zuletzt die Gemeinschaft der Lebenden und Toten im katholischen Glauben. Während der Sonderausstellung im WMG sind auf dem ehemaligen Friedhofsgelände um die Basilika die Seelenbretter von Bali Tollak zu sehen, die sich an die Lebenden richten.

 

Vorträge u. a. Veranstaltungen

 

13. März, 20 Uhr, Pfarrzentrum:

Die Päpstin Johanna – Legende oder Wirklichkeit

Dr. Norbert Jung:

Ein Phänomen, das weite Kreise für die Kirchengeschichte zu interessieren vermag, ist die Geschichte der "Päpstin Johanna", die in letzter Zeit durch den Roman von Donna W. Cross und dessen Verfilmung wieder an Popularität gewonnen hat. Ignaz von Döllinger, ein Bamberger Diözesanpriester, hat bereits im 19. Jahrhundert die Ursprünge dieser Legende erforscht. Der Vortrag führt in den Roman ein, stellt die nach wie vor gültigen Ergebnisse Döllingers vor und geht auf die Wirkungsgeschichte der "Päpstin" ein, die das eigentlich Interessante an diesem Phänomen ist.

 

22. März, 19:30 Uhr, Pfarrzentrum - Filmabend zur Tibet-Ausstellung:

Vom Nomaden zum Niemand

Die Familien der Nomaden, über Jahrhunderte Hüter des tibetischen Graslandes, führen mit ihren Yaks und Pferden ein selbstgenügsames Leben im Einklang mit der sie umgebenden Natur. Die Sippen treffen sich zu Feiern mit akrobatischen Reiterspielen. Die Dokumentation von Michael Buckley (2011) schildert ihre beeindruckende Kultur, die Gefahr läuft, durch die chinesische Siedlungspolitik zu verschwinden.

Eintritt frei!

 

27. März, 20 Uhr, Pfarrzentrum:

Hans Wölfel –

Ein Opfer des Nationalsozialismus, ein Bürger Bambergs

von Dr. Alwin Reindl

Der Rechtsanwalt Hans Wölfel half vielen vom Nationalsozialismus bedrohten Personen. Von einer Bekannten denunziert, wurde er am 10. Mai 1944 vom Volksgerichtshof wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und am 3. Juli 1944 enthauptet. - Die Stadt Bamberg benannte nach ihm eine Straße am Stephansberg.

 

24. April, 20 Uhr, Pfarrzentrum:

Klein Tibet - Ladakh, Land der hohen Pässe.

von Helmut Hof

Eine Diapräsentation zur Finissage der Ausstellung „Menschen in Tibet – Menschen in Franken“

Diese Reise führt uns in ein kleines Land hinter der Hauptkette des Himalaya. Ladakh, das Land der hohen Pässe , birgt die höchsten befahrbaren Pässe der Welt. Durch die abgeschiedene Lage ist die Kultur des tibetischen Buddhismus hier in einzigartiger Weise lebendig geblieben. Wir besuchen Klöster, erleben Bräuche und die berühmten Maskentänze. Wanderungen führen uns durch eine wüstenartige Natur von faszinierender Weite und Schönheit.

 

8. Mai, 20 Uhr, Pfarrzentrum:

Die Oberhaider Wallfahrt -

katholische Marienverehrung und ein lustiges Stück Bamberg

von Pfarrer Dr. Stefan Hartmann (Oberhaid)

Vortrag mit musikalischem Beitrag

Eine kleine Grafik nach dem berühmten Maria-Hilf-Bild, dessen Urbild auf Lukas Cranach zurückgeht, ist Ziel der Oberhaider Wallfahrt, die um 1774 einsetzte. Im selben Jahr mussten sich die Jesuiten nach ihrer zeitweiligen Ordensauflösung aus Bamberg zurückziehen. Ihr Sommersitz war Sandhof bei Oberhaid. Hier suchten sie sich eine neue seelsorgerische Aufgabe...
Mit seiner Mundart-Dichtung setzte Hans Morper der Oberhaader Wallfahrt ein musikalisches Denkmal.

 

18. September, 20 Uhr, Pfarrzentrum:

Der Architekt Giovanni Bonalino (1575-1633) –

ein welscher Gastarbeiter in Gößweinstein

 von Dr. Andreas Hölscher

Bonalinos Marienkapelle (mit Anbauten), heute Klosterkirche in Gößweinstein, Foto um 1950.

Baumeister der Gößweinsteiner Klosterkirche war niemand anderer als der Graubündener Architekt, der u. a. auch die Bamberger Stiftskirche St. Stephan und die Wallfahrtskirche Gügel errichtete. Geschildert werden Bonalinos Leben und Werk sowie die speziellen Herausforderungen an ihn als „Gastarbeiter“.

 

2. Oktober, 20 Uhr, Pfarrzentrum:

Die Kunst zu Leben, die Kunst zu Sterben (ars vivendi – ars moriendi)

von Dr. Regina Urban

Vortrag mit Bildern zur WMG-Hauptausstellung 2012 (s. o.)

Eintritt frei, Spenden erbeten!

 

23. Oktober, 19:30 Uhr, Scheffelgasthof:

Die Romantiker, allen voran Viktor von Scheffel und Gößweinstein

von Anton Eckert:

ein Beitrag zum 200. Jahr der Erstnennung „Fränkische Schweiz“

Der Vortrag handelt von der Entstehung der deutschen Romantik im Muggendorfer Gebürg und dem Auftreten von wichtigen Vertretern dieser Geisteshaltung im Wallfahrtsort Gößweinstein, darunter der Spätromantiker Viktor von Scheffel. Beleuchtet werden auch die „Scheffelovationen“ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Eintritt frei, Spenden erbeten!

 

6. November, 19:30 Uhr, Pfarrzentrum:

"Mein Leben ohne mich"

Filmabend mit Manfred Koch (Medienzentrale Bamberg)

Eine sterbenskranke junge Frau organisiert das Leben nach ihrem Tod.

...das Porträt einer Frau, die in einer ausweglosen Situation nicht den Lebensmut verliert und die antizipierte Trauer ihrer Umgebung über die eigene Verzweiflung stellt. Ein ernster, emotionaler Film, der letztlich Fragen nach den Grundlagen des Lebens stellt. (Lexikon des Internationalen Films)
Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater, Berlinale 2003
Sarah Polley in der Hauptrolle wurde mit dem Genie Award 2004 ausgezeichnet.

 

 

Führungen - Museumsbegleitungen

Grundsätzlich sind Führungen auch abgesehen von den regulären Öffnungszeiten nach Absprache möglich.

 

NEU!

Mit der "Gmaareddl" durch den Heiligen Bezirk

Erkunden Sie mit den Geschichten der Gemeindebotin den Wallfahrtsbezirk! Vom Kirchenvorplatz über den ehemaligen Friedhof, die Gruft, die Dreifaltigkeitskapelle, die Klosterkirche geht es entlang des Kreuzweges hinauf zum Kreuzberg mit malerischem Blick auf Gößweinstein.

Dauer ca. 1 Stunde, bis 20 Personen 40,- Euro pauschal, ab 21 Personen 2,- Euro pro Person.

Bis 20 Personen ist die Hl. Bezirk-Führung auch mit einer Begleitung durchs Museum zu kombinieren (pauschal 60,- Euro).

Für größere Gruppen besteht das Angebot eines zusätzlichen ungeführten Museumseintrittes für 3,50 Euro pro Person.

 

Kombi-Führung "Museum - Kirche"

Museumsführung inklusive Kurzführung zur Kirche.

pro Person 4,50 Euro.

 

Unser Klassiker

Die Museumsbegleitung: Unterwegs in der Wallerei...

In der Hauptsaison (Mai - Oktober), donnerstags, um 10:30 Uhr.

In der Hauptsaison heißt es jeden Donnerstag um 10:30 Uhr „Unterwegs im Wallfahrtsmuseum Gößweinstein“.

  • Was ist ein Berufspilger?

  • Was steht im wichtigsten Buch zum hl. Jakobus?

  • Welche Bedeutung hat die großartigste Kirche der Fränkischen Schweiz im Werk des genialen Barockarchitekten Balthasar Neumann?

Die Führung durch das moderne, nach künstlerischen Gesichtspunkten gestaltete Museum gibt Ihnen Antwort.

Das Museumserlebnis ist die perfekte Ergänzung zum Besuch der Wallfahrtskirche gleich nebenan.
Hier finden Sie u. a. die Originalentwürfe der Deckengemälde und eine silberne Wandelglocke mit der Darstellung der mittelalterlichen Vorgängerkirche. Und für Kinder gilt es: Wer findet Walli, die Wallfahrtsmaus?

Die Donnerstag-Führung kostet 2.- Euro zzgl. Eintritt.
Kinder bis 6 Jahren sind frei. 

Reguläre Museumsbegleitungen nach Absprache dauern ca. 1 Stunde und kosten 30,- Euro zzgl.ermäßigter Museumseintritt. Kinder bis 6 Jahren sind frei.

November bis April werden keine Donnerstagsführungen angeboten (Wintersaison).

Mit Walli durch die Wallerei

Wir besuchen Walli, die Wallfahrtsmaus, und ihre Freunde. Wir erfahren vom Wallfahren, Beten mit Perlenketten und von besonderen Geschenken an Gott; davon, was es mit den Wachspuppen auf sich hat und warum Babys früher "gefatscht" wurden.

Eine Mitmachführung, besonders geeignet für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, aber auch für jüngere und ältere Gäste. Mausesprüche und Walli-Geschichten garantiert!

 Die Führung dauert ein-einviertel bis anderthalb Stunden und kostet 35.- Euro zuzüglich Eintrittspreis pro Person (Kinder unter sechs Jahren frei). Die Führung ist auf Anfrage zu buchen. Die Teilnahme von einem Erwachsenen ist Bedingung.